Der Börsensommer entpuppt sich als sonnig

15. August 2016
-Vermögensverwaltung, IAM

Jean-Louis Richard, Senior Financial Analyst

Die meisten Unternehmen haben ihre Resultate des ersten Halbjahres veröffentlicht. In Europa sind die Gewinne (Jahr über Jahr) um 9% rückläufig. Dies erklärt sich hauptsächlich durch den gefallenen Rohölpreis, welcher die Rentabilität des Energiesektors beeinträchtigt hat und andrerseits durch die fallenden Zinsen, die die Margen der Banken und Versicherer gedrückt haben. Obwohl nicht sehr attraktiv, bergen diese Zahlen jedoch auch gute Nachrichten: Erstens waren Investoren auf Schlimmeres vorbereitet. Zweitens hat der seit Februar wieder steigende Rohölpreis den Druck auf die Erdölgruppen reduziert. Dann waren die „Stress Tests“ der Europäischen Union auf ihren Banken, dies trotz der Zinsen, eher beruhigend. Letztlich geht das Wirtschaftswachstum, obwohl unnormal langsam, doch gestärkt hervor. Die Konsequenz ist ein eher sonniger Börsensommer, trotz des „Brexit“. Im Gegensatz zu den US-Indizes schlagen die Europäischen nicht alle historischen Rekorde. Aber ein grosser Teil der Verluste von Anfang Jahr wurden wieder aufgeholt. Der Verlust des SPI, Index aller Schweizer Aktien, liegt jetzt z.B. bei 1% seit Jahresbeginn. Mehrere Indizes, die weniger Banken beinhalten, sind seit Jahresbeginn im positiven Bereich.

 

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