Das Ende der Intervention der EZB

26. October 2018
-News, IAM

Daniel Pfune, Senior Financial Analyst

Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) hatte bereits im Juni angekündigt, dass das Wertpapierkaufprogramm (QE) bis Ende 2018 abgeschlossen sein würde. Er hat diesen Punkt bei der letzten Pressekonferenz bestätigt. Ausgenommen einer wirtschaftlichen oder finanziellen Krise, welche Deflationsängste in der Eurozone wiederbeleben, wird das QE Programm der EZB 45 Monate aktiv gewesen sein, von März 2015 bis 2018. In diesem Zeitraum haben die Zentralbanken der Eurozone Vermögenswerte in Höhe von 2,6 Billionen Euro gekauft, was 22% des nominalen BIP der gesamten Zone entspricht. Um diese Käufe in Relation zu setzen, ist dies vergleichbar mit den verschiedenen QE-Programmen der US-Notenbank (die Bilanzsumme der Fed stieg von 6% des US-BIP im Jahr 2008 auf 25% im Jahr 2015). Das Portfolio der EZB besteht zu 84% aus Staatsanleihen, zu 8% aus Bankschulden, zu 7% aus Unternehmensanleihen und zu 1% aus ABS. Die durchschnittliche Laufzeit der erworbenen öffentlichen Wertpapiere beträgt 7,5 Jahre. Frankreich, Italien und die Niederlande liegen nahe bei diesem Durchschnitt; Deutschland liegt darunter (6,4) und Spanien darüber (8,3). Schliesslich ist es interessant festzustellen, dass die EZB, auf unbestimmte Zeit, den gesamten Betrag der fälligen Vermögenswerte reinvestiert. Im Jahr 2019 werden dies Bruttoeinkäufe von rund 15-20 Milliarden Euro pro Monat sein. Käufe werden somit nicht vollständig abgeschlossen, sondern nur stark reduziert.

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